Sprech-, Sprach-, Stimm- und Schluckstörungen bei Kindern
Dyslalie (Artikulationsstörung)
Was ist das?
Gemeint sind damit Aussprachefehler. Die Kinder können manche Buchstaben aufgrund einer schwachen Mundmuskulatur oder aufgrund von Schwierigkeiten in der Hörwahrnehmung nicht oder nicht korrekt bilden. Dies kann zu Einschränkungen in der Verständlichkeit des Kindes, aber auch zu Leidensdruck und Störungsbewusstsein führen.
Wie wird es behandelt?
Auf spielerische Art und Weise wird je nach vermuteter Ursache der Störung intensiv an der Kräftigung der Mundmuskulatur, am Hörtraining zur Unterscheidung richtiger und fehlgebildeter Laute sowie an der richtigen Bildung und Aussprache der Laute geübt. Bei vielen Kindern bietet sich ein direktes Vorgehen an, bei eher zurückhaltenden Kindern kann auch indirekt vorgegangen werden.
Wichtig ist auch die Arbeit der Eltern zu Hause. Es werden nach jeder Stunde Informationen zum aktuellen Therapiegeschehen mit entsprechenden Übungen und Anleitungen für zu Hause gegeben.
Eine solche Behandlung ist bereits ab einem Alter von ~ 3,5 Jahren möglich.
Häufige Störungsbilder:
- Kappazismus / Gammazismus (k/g)
- Rhotazismus (r)
- Chitismus (ch)
- Schetismus (sch)
- Sigmatismus (s)
Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen
Was ist eine Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung:
Das Ohr Ihres Kindes hört genau so gut wie Ihr Ohr. Ihr Kind ist normal entwickelt und intelligent. Es kann jedoch die Höreindrücke im Gehirn nicht so verarbeiten, wie Sie es tun.
Ihr Kind hört eigentlich dasselbe was Sie hören, aber es hört anders, nimmt es anders wahr.
Sie hören viele Geräusche gleichzeitig (Straßenlärm, Schritte, Sprechen), können aber das Wichtigste deutlich heraushören und die anderen Geräusche treten in den Hintergrund.
Ihr Kind hört viele Geräusche gleichzeitig kann jedoch nicht das Wichtigste heraushören, alles ist gleich laut.
Sie nehmen wahr, wenn ein Wort z.B. den gesprochenen Buchstaben /m/ enthält und können dieses Wort dann mit dem /m/ richtig aussprechen und schreiben.
Ihr Kind hört denselben Buchstaben wie Sie, nimmt ihn jedoch ungenau wahr. Es ist unsicher, so dass es demzufolge raten muß, ob es sich um /m/ oder /n/ handelt. Folglich spricht es dann falsch nach oder schreibt fehlerhaft.
Eine Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung tritt oft in Verbindung mit einem Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom (ADS) und der Leserechtschreibschwäche Legasthenie auf.
Wie erkennt man eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung:
- reagiert Ihr Kind oft nicht auf Ansprache und wirkt geistesabwesend?
- ist Ihr Kind geräuschempfindlich und schon durch leise Geräusche ablenkbar?
- klingt die Aussprache, vor allem unter Belastung, verwaschen?
- versteht Ihr Kind komplexere mündliche Äußerungen zu verzögert?
- wirkt Ihr Kind oft unruhig und unkonzentriert?
- hat Ihr Kind Schwierigkeiten, sich Dinge zu merken?
- hat Ihr Kind in der Schule Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben?
Wie wird die auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung behandelt:
- das Gehör Ihres Kindes wird trainiert
- die Aufmerksamkeit ihres Kindes auf das Hören wird trainiert
- Ihr Kind lernt, Geräusche oder Laute, die ähnlich sind wie m/n, b/p, k/g usw. voneinander zu unterscheiden
- Ihr Kind lernt, wichtigste Hörinformationen aus Störgeräuschen herauszufiltern
- Ihr Kind lernt, mehr Höreindrücke zu speichern
- das Gedächtnis für Höreindrücke/-information wird trainiert
Dysgrammatismus
Was ist Dysgrammatismus:
- hierbei handelt es sich um eine Störung der Grammatikentwicklung des Kindes
- das Kind zeigt grammatische Strukturen / Formen, die entweder nicht altersentsprechend sind oder gar nicht in der Grammatik der jeweiligen Sprache vorkommen
- er tritt meist im Rahmen einer Sprachentwicklung auf
Wie erkennt man einen Dysgrammatismus:
- der Satzbau des Kindes ist nicht altersentsprechend
- d.h. die Reihenfolge der Wörter im Satz ist verkehrt, obwohl das Kind vom Alter her eigentlich bereits die korreke Reihenfolge verwenden sollte
„Papa heute nicht zur Arbeit geht." - das Kind verwendet Wortendungen, die untypisch sind für das Alter des Kindes oder die gar nicht in der Sprache vorkommen
z.B. „Ich nehmst den blauen Stift - das Kind lässt bestimmte Wörter aus oder verwendet die falsche Form
z.B. „Ich möchte blauen Stift, nicht roten Stift.“
„Ich möchte das blaue Stift, nicht das rote Stift." - zudem zeigen die Kinder häufig noch Einschränkungen im Bereich des Wortschatzes
Wie wird der Dysgrammatismus behandelt:
- zunächst wird das Kind einer Phase der natürlichen Grammatikentwicklung zugeordnet
- über verschiedene Handlungen werden dem Kind die korrekten grammatischen Strukturen hochfrequent angeboten
- zunächst die Aufmerksamkeit des Kindes auf die entsprechende Form zu lenken
- auch die Erweiterung des Wortschatzes ist bei Bedarf Bestandteil der Therapie des Dysgrammatismus
- Voraussetzung für die Dysgrammatimus-Therapie ist auch eine ausreichende auditive Merkspanne, die gegebenenfalls im Vorauss oder parallel trainiert wird
Frühkindliche Sprachentwicklungsstörungen
Was ist das?
Die Entwicklung der kindlichen Sprache entspricht nicht der Entwicklung, wie sie die Mehrzahl aller Kinder durchläuft. Dabei kann es sein, dass das Sprechen erst sehr viel später einsetzt, sehr viel langsamer verläuft, auf einem bestimmten Entwicklungsstand stehen bleibt oder Rückschritte in der sprachlichen Entwicklung auftreten.
Wie kann man es erkennen?
Es gibt eine bestimmte Bandbreite, in der sich die sprachliche Entwicklung eines Kindes bewegen sollte. Manche Kinder fangen erst sehr spät an einzelne Wörter zu sprechen, die Wörter zu Sätzen zusammenzufügen, einfache Aufforderungen zu verstehen oder sprechen noch sehr lange schlecht verständlich. Ab einer gewissen Abweichung von der Durchschnittsentwicklung der Kinder mit dem gleichen Alter kann eine frühkindliche Sprachentwicklungsstörung bei Kleinkindern vorliegen. Dabei muss allerdings auch immer bedacht werden, dass auch in der normalen Sprachentwicklung der Kinder immer wieder falsche Satzformen auftreten oder bestimmte Laute je nach Alter noch nicht richtig gesprochen werden können.
Wie wird behandelt?
- In der Diagnostik wird festgestellt, ob die Sprachentwicklung des Kindes so stark von der anderer Kinder abweicht, dass eine Therapie nötig ist.
- das Kind lernt im Spiel mit der Therapeutin die nächsten wichtigen Entwicklungsschritte in der Sprache zu gehen.
- Elternarbeit ist immer mit Teil der Therapie. Hier wird gemeinsam mit Eltern und Therapeutin erarbeitet, wie die Sprache zu Hause gefördert werden kann.
Kindliche Dysphonie
Was ist gemeint?
Eine Dysphonie ist eine törung der Stimme, die sich auf verschiedene Weisen äußern kann. Stimmstörungen bei Kindern entstehen meist durch einen übermäßigen oder falschen Stimmgebrauch, oder auch durch stimmliche Vorbilder oder Idole, die nachgeahmt werden. Der Häufigkeitsgipfel kindlicher Stimmstörungen liegt um das siebte Lebensjahr, da die Kinder auf Grund der Einschulung in ihrer Freizeit besonders laut und lebhaft sind.
Die Bereiche Stimme und Stimmung sind stark miteinander gekoppelt. Deswegen können auch Geschwisterrivalitäten oder schwierige Familiensituationen eine Stimmstörung beeinflussen.
Auch kann eine Stimmstörung auf Grund von langen Erkältungen mit Heiserkeit oder durch Operationen mit Intubation etc. entstehen.
Wie äußert sich eine Dysphonie?
- Bei hoher Lautstärke überschlägt sich die Stimme oder bricht ganz weg
- Heisere Stimme
- Flache Atmung
- Knarrende Geräusche beim Sprechen
- Muskelspannung beim Sprechen, z.B. immer indifferentes Grinsen
- Laute, schnelle Sprechweise ohne Pausen
- Leises, gepresstes, ausdrucksarmes Sprechen
- Besteht eine Stimmstörung schon länger, so können Knötchen entstehen. Dies hat folgende Auswirkungen auf die Stimme:
- Die Stimme klingt verhaucht und heiser
- Die Stimme ist tiefer als gewöhnlich
- Singen hoher Töne oder laute Stimmgebung ist kaum möglich
Oft tritt eine Stimmstörung gekoppelt mit Problemen in der Motorik und in der Haltung auf.
Wie wird eine kindliche Dysphonie behandelt?
Zunächst wird versucht, gemeinsam mit den Eltern herauszufinden, aus welchen Gründen das Kind eine Dysphonie hat. Auch wird besprochen, was die Eltern daheim im Alltag tun können, um ihr Kind stimmlich zu entlasten.
Weiterhin wird an der Atmung gearbeitet, da die Atmung der Träger der Stimme ist. Auch die Haltung ist bei der Stimmgebung sehr wichtig. Deswegen werden auch hierzu Übungen durchgeführt. Um die Stimme zu lockern und ihr die Möglichkeit zu geben mit stimmlicher Belastung besser umzugehen werden Stimmübungen durchgeführt, die einerseits falsch angewöhnte Muster abtrainieren und andererseits die Muskelkraft der Stimmlippen verbessern.
Zusätzlich wird ein Kommunikationstraining durchgeführt, das dem Kind ermöglichen soll besser mit schwierigen Situationen des Alltags umzugehen.
Kindliche Hörstörungen
Hochgradige Hörbeeinträchtigungen können heute schon beim Neugeborenen herausgefunden werden. Leider zeigt sich, dass unbehandelte hochgradig schwerhörige Kinder stumm bleiben. Da sie keine Laute hören können, entwickeln sie auch keine Sprache. Viele Kinder brauchen aber nicht „taubstumm“ zu sein, wenn ihr Hörrest rechtzeitig elektro-akustisch verstärkt und systematisch trainiert wird.
Wenn folgende Warnzeichen nach mehrmaliger Überprüfung erkennbar sind, besteht der Verdacht auf eine Hörstörung:
- wenn das wache Baby nicht auf Rasseln, nahes Papierknistern oder Zischen reagiert
- wenn das wache Baby nicht auf Anrufen reagiert, wobei der Sprechende unsichtbar bleiben muss
- wenn das Kleinkind nicht dem Ticken einer Uhr lauscht
- wenn ein 18-monatiges Kleinkind noch keinen Ansatz zum Sprechen zeigt
- wenn es gerne nur laute Geräusche produziert
- wenn es einfache Aufträge nur dann ausführt, wenn Sie hinweisende Gesten machen
Lassen Sie sich nicht auf später vertrösten, wenn Ihnen Warnzeichen aufgefallen sind. Hörstörungen wachsen sich nicht aus. Der „Computer Hirn“ ist während der ersten Lebensjahre für die grundlegenden akustischen und sprachlichen Lernvorgänge programmiert. Was an Grundlagen nicht erlernt worden ist, kann später nur unter großem zeitlichem Aufwand nachgeholt werden.
Hörerziehung und Hörtraining:
Im Gegensatz zum Erwachsenen mit Hörverlust wird bei Kindern mittels spezieller Hörübungen die Fähigkeit des restlichen Gehörs überhaupt erst geweckt. Die frühkindliche Hörerziehung will die verbleibende Hörfähigkeit in einer Zeit trainieren, die dafür am geeignetsten ist, also die ersten Lebensjahre. Die Aufgabe des Logopäden ist, auf die Hörbehinderung verschiedener Ausprägungen einzugehen und die daraus resultierende Hörsprachbehinderung zu verbessern oder zu beheben. Dabei sind Rückstände im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich mit einzubeziehen.
Kindliches Stottern
Wann spricht man von beginnendem Stottern?
Es treten:
- Lautwiederholungen („i-i-ich“) auf
- häufig mehr als 2-Silben-Wiederholungen („ich ma- ma-ma-ma-mache“) auf
- Vokaldehnung von mehr als einer Sekunde Länge („ich kaaaaaaaaaaann“) auf
- - Unterbrechungen, stille Pausen innerhalb eines Wortes („ich k.......kann“) auf
Das Kind entwickelt / hat ein Störungsbewusstsein bezogen auf sein Sprechen. Manche Kinder äußern sich auch darüber.
Eine Therapie sollte eingeleitet werden.
Wichtig ist jedoch, dass es bei jedem stotternden Kind auch Situationen gibt, in denen es flüssig sprechen kann! Schwankungen sind also tagesform- und situationsabhängig. Richten Sie das Augenmerk auf die Situationen, in denen Ihr Kind flüssig spricht und bestärken Sie es darin.
Wie wird es behandelt?
Man unterscheidet zwischen indirekten Ansätzen (v.a. bei kleineren oder schüchternen Kindern) und direkten Ansätzen (geeignet für etwas ältere Kinder und Kinder, denen das Stottern schon bewusst ist). Ziel ist in beiden Fällen, ein lockeres, angstfreies Sprechen zu fördern. Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Elternarbeit ein. Die Eltern sind immer über das Therapiegeschehen informiert und bekommen Hilfestellungen für zu Hause.
Poltern
Symptome:
- Stark erhöhtes Sprechtempo
- Auslassung von Silben und Wortteilen
- Verständlichkeit eingeschränkt
- Auffälligkeiten in Atmung und Prosodie
- Häufig verminderte Artikulation
- kann isoliert oder im Zusammenhang mit Stottern auftreten
- erhöhte Sprechlautstärke
Wie wird es behandelt?
Ziel ist es , die Eigenwahrnehmung des Patienten auf seine Symptome beim Sprechen hinzuweisen. Und somit das Sprechen bewusst zu veränndern.
Legastenie-/LRS-/Dyskalkulietherapie
Definition:
Die Lese-Rechtschreibschwäche bezeichnet eine Beeinträchtigung beim Erwerb von Lese- und Rechtschreibfertigkeiten. Die Intelligenz der betroffenen Kinder ist in der Regel normal, während die Lese-Rechtschreibfertigkeit unter dem Durchschnitt liegt.
Merkmale:
Beim Lesen
- Häufige Fehler beim lauten Lesen
- Zahlreiche Selbstkorrekturen
- Langsames bzw. mühsames Erlesen von Wörtern
- Silbenweises Lesen von Wörtern
- Wortweises Lesen von Sätzen und Texten
- Probleme beim Verbinden von Einzellauten zu Wörtern
- Probleme, den Sinn des Gelesenen zu erfassen
Beim Schreiben
- Häufige Fehler beim Abschreiben
- Zahlreiche Fehler in Diktaten oder Aufsätzen
- Verwechslung visuell ähnlicher Buchstaben (z.B.: "dlau" statt "blau")
- Verwechslung von Buchstaben mit ähnlichem Klanglaut (z.B.: "krün" statt "grün")
- Auslassung bzw. Hinzufügung von Buchstaben (z.B.: "Apfe" statt "Apfel")
- Auslassung von ganzen Wörtern und längeren Wortteilen (z.B.: "Fernseh" statt "Fernsehzeitung")
- Vertauschung der Buchstabenreihenfolge (z.B.: "Fabirk" statt "Fabrik")
- Häufige Fehler aufgrund der Nichtbeachtung bestimmter Rechtschreibregeln (z.B.: "Bager" statt "Bagger")
- Schreibhemmung
Merkfähigkeit
- Geringe auditive Merkfähigkeit (z.B. beim Vokabellernen)
- Geringe visuelle Merkfähigkeit (z.B. beim Einprägen von neuen Wortbildern)
Behandlung:
- Verbessern der Merkfähigkeit (z.B.: Merken von Einkaufslisten)
- Laute den Buchstaben zuordnen
- Wörter analysieren (z.B.: Wortlänge in Silben, einzelne Laute/Buchstaben identifizieren)
- Laute/Buchstaben verbinden zu Silben und Wörtern
- Lesen und Schreiben lautgetreuer Wörter
- Einführen und Üben von Rechtschreibregeln und deren Ausnahmen (Merkwortlisten)
Myofunktionelle Störung
Was ist das?
- Es handelt sich hierbei um eine schwache Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich, die oft zu einem falschen Schluckmuster führt, mit Auswirkungen z.B. auf die Zahnstellung. Außerdem kann es zu Aussprachefehlern, wie z.B. „Lispeln“, kommen.
- Betroffen sind besonders die Wangen-, Lippen- und Zungenmuskulatur.
- Oft liegt auch eine Schwäche im Bereich der gesamten Körpermuskulatur vor.
Wie kann man es erkennen?
- Oft ist kein Lippenschluß vorhanden, der Mund steht offen.
- Die Zunge liegt dabei oft kraftlos im unteren Bereich des Mundes oder schiebt sich vor.
- Manchmal wird z.B. weichere, leicht kaubare Kost bevorzugt.
- Beim Schlucken werden die Lippen oft stärker aufeinander gepresst, die Zunge drückt gegen die Zähne, wodurch z.B. eine Fehlstellung der Zähne oder eine Aussprachestörung, bewirkt werden kann.
- Manchmal wirkt die Mimik eingeschränkt.
Wie wird behandelt?
- Es erfolgt eine Diagnostik bzgl. der Muskelkraft und des Schluckens.
- Durch gezielte Übungen wird der falsche Schluckablauf und die dadurch gestörte Muskelfunktion im Gesicht- und Mundbereich korrigiert.
- Auch bestehende Gesamtkörperproblematiken, z.B. bzgl. schlaffer „innerer“ Haltung oder Händedruck, werden ggf. mit in die Therapie einbezogen.
Rhinophonie
Was ist gemeint:
Beim Sprechen muss die Nasenhöhle dicht von der Mundhöhle verschlossen sein, damit die Laute nicht mit zu großer Beteiligung der Nase gesprochen werden. Eine gewisse Beteiligung der Nasenresonanz ist völlig normal, spricht ein Mensch allerdings zu viel oder zu wenig durch die Nase, fällt dies sofort auf. Man hört sich verschnupft an. Man unterscheidet zwischen offenem (zu starkes Sprechen durch die Nase, hörbarer Nasendurchschlag) und geschlossenem (zu wenig Nasenresonanz, verschnupfter Klang) Näseln.
Mögliche Ursachen:
- Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
- verkrümmte Nasenscheidewand
- zu kurzes Gaumensegel
- eingeschränkte Muskelfunktion
Was ist Rhinophonie-Therapie:
- Wahrnehmung für richtige Sprechbewegungen anregen
- Sprechwerkzeuge aufeinander abstimmen
- Übungen zur korrekten Atem- und Luftführung
- Mundmotorische Übungen für Lippen und Zunge
- Aktivierung des Gaumensegels
- Training des Gehörs zur Lautunterscheidung